„Wir schauen mal, was geht“ – Ferien in Haus 1

Dieses Jahr ist alles anders, auch unsere Ferien. Unsere Kinder haben schon vorher viele Veränderungen gut getragen dieses Jahr; sie mussten im Homeschooling mit uns Pädagogen als Lehrern Vorlieb nehmen, in den Aktivitäten waren wir lange sehr eingeschränkt und die Begrenzung der Kontakte hat die Geduld auf eine große Probe gestellt.

Unsere Ferien waren auch auf den Kopf gestellt. Mal eben ins Freibad? Fehlanzeige.  Kino? Unter den Bedingungen kein Spaß…..  Doch letztlich haben wir einige schöne Erlebnisse ergattern können. So waren wir häufiger Segeln, meist in Roermond, stets mit zwei oder drei Kindern auf dem Boot. Da wir unsere Freizeit in Xanten „Open Air“ auf einem Zeltplatz verbrachten, konnten wir gut allen Vorgaben entsprechen. Bei super Wetter hatten wir eine schöne Woche bei den Römern und an der Xantener Südsee.  Dazu machten wir hier einige Ausflüge, zum Beispiel in den Barfußpark oder nach Bokrijk, in den Gaia Zoo, ins Bubenheimer Spieleland oder in die Eifel, an den Rursee. Gestreng dem Motto „Wir schauen mal, was geht“ haben wir unsere Ferien doch toll gefüllt und gehen wieder gestärkt zur Schule.

Mal schauen, was da geht…

Nach 40 Jahren ist Schluss mit Maria im Tann

Stefan Küpper geht in Rente

Alle Überlegungen, der kommt wieder zurück, können Sie vergessen: Die Tür ist zu und der Schlüssel wird umgedreht und weggeschmissen. (Joschka Fischer)

40 Jahre hat er Maria im Tann geprägt, 40 Jahre – unvorstellbar! – und ebenso auch unmöglich hier in einem Artikel darzustellen, was er in dieser Zeit alles in und für die Einrichtung geleistet hat. Von den Schwestern des armen Kinde Jesu wurde Stefan Küpper nach mehr oder weniger erfolgreichen Zivildienstzeit 1980 als Erziehungsleiter eingestellt. Niemand wusste so recht, was das ist – vorher gab es diese Stelle nicht; er musste sich irgendwie reinfinden. 1986 übernahm er dann die Heimleitung und führte die Einrichtung 1996 zum heutigen Träger, den Katholischen Erziehungsverein für die Rheinprovinz e.V. Im Jahr 2015 wurde Stefan Küpper der Sozialpreis „Aachen Sozial“ verliehen. Er wurde es nicht müde, auch in der Zeit um diese Verleihung immer wieder zu betonen, dass nicht er den Preis gewonnen hat, sondern wir alle – Maria im Tann.

So wäre es auch nicht in seinem Sinne, hier die große „Lobhudelei“ fortzusetzen…

Den Abschied von Stefan Küpper konnten wir in diesem Jahr – eigentlich unser Jubiläumsjahr: Maria im Tann ist 75 Jahre alt geworden – nicht so richtig groß feiern, wie es angemessen gewesen wäre.

Nach unserem Jubiläumsfestakt im März musste nun auch unsere Zirkus-Projektwoche mit großer Gala (bei der wir uns von Stefan Küpper verabschieden wollten), sowie unser großes Sommerfest und eben auch die offizielle Verabschiedung von Stefan Küpper in der Aachener Jugendhilfe-Öffentlichkeit ausfallen.

Corona zum Trotz wollten wir es uns aber nicht ganz nehmen lassen:

Am 3.7. wurde Stefan Küpper zunächst bei einem Brunch im engsten Kreis mit dem Aufsichtsrat und den Geschäftsführern der anderen Einrichtungen des Katholischen Erziehungsverein für die Rheinprovinz e.V. sowie seiner Familie verabschiedet. Hier wurde in verschiedenen Reden immer wieder erwähnt, dass Stefan Küpper „das Gesicht“ von Maria im Tann ist. Kein Wunder, ist er bereits seit 1986 Heimleiter der Einrichtung und hat so das heutige Profil einer modernen Jugendhilfeeinrichtung maßgeblich geprägt.

Ein Highlight der Veranstaltung war der musikalische Beitrag von Jonas Wender und zwei Mädchen aus Haus 11, die den Titel „Auf das, was da noch kommt“ zum Besten gaben – ein wirklich passender Song. Ebenso rührend war der Film, den Marion Menke gemeinsam mit David Küpper und mit vielen Kindern und Jugendlichen, ehemaligen und aktuellen Bewohnern, gedreht hatte. Da konnte schon das eine oder andere Tränchen verdrückt werden.

In der Mehrzweckhalle hatten wir auch die „DankBar“ aufgebaut. Da so wenige Menschen sich persönlich verabschieden konnten, haben hier viele die Gelegenheit genutzt, sich schriftlich mit persönlichen Worten und Grüßen bei ihm zu verabschieden.

Am Nachmittag des 3.7. kam dann nicht nur die Sonne zur Überraschung raus, sondern wir überraschten Stefan Küpper auf unserem Sportplatz mit einem großen Picknick. Hier waren zuvor 15 Felder abgeteilt worden, so dass wir die Corona-Abstandsregelungen gut einhalten konnten. Bei Livemusik wurde der Sportplatz getauft in den Stefan-Küpper-Platz, es wurde ein Ständchen gesungen und es gab viel Gelegenheit für Gespräche. Alle jetzigen Bewohner sowie alle Mitarbeiter hatten gemeinsam mit „unserem Chef“ einen wunderschönen Nachmittag in der Sonne.

Zum 31.07. übergibt Stefan Küpper nun die Geschäftsführung an Denis Thielen, der bereits seit dem 1.4. als stellvertretender Heimleiter angefangen hat und trotz besonderer Umstände in der Coronazeit sich schon gut eingearbeitet hat. So können wir uns auf eine gute Zukunft für die Einrichtung freuen, auch wenn der Abschied von Stefan Küpper uns allen sehr schwer fällt.
Wir werden ihn vermissen!

Wir suchen… Mitarbeiter!

Wir suchen ab sofort für eine Jugendwohngruppe eine ausgebildete sozialpädagogische Fachkraft im Schichtdienst mit einem Beschäftigungsumfang von 100 %.

 

Nähere Informationen unter Stellenangebote.

 

Ansprechpartner

Denis Thielen

Denis Thielen

Geschäftsführung, Direktor

d.thielen@mariaimtann.de

0241 70505-60

Eine neue Zeitrechnung für Maria im Tann: vor, während und (hoffentlich bald) nach Corona…

Die Corona-Zeit mit ihren Einschränkungen bringt für unsere MitarbeiterInnen sowie die Kinder und Jugendlichen den Zeitstrahl gehörig durcheinander…

Ein Mädchen unserer Einrichtung berichtete die Tage ganz aufgeregt von einem Treffen mit Ihren (mehr als zwei) Freundinnen um dann erschrocken anzumerken, dass sie natürlich ein Treffen „vor Corona“ meinen würde.

Die MitarbeiterInnen einiger unserer Wohngruppen rieben sich verwundert die Augen, als viele Kinder und Jugendliche nach dem Motto „back to the roods“ Freizeitbeschäftigungen aus längst vergangenen Zeiten für sich entdeckten. Beispielsweise wurde der Maria im Tann umgebene Wald ausgiebig erkundet und Gesellschaftsspiele wie Monopoly wurden neu entdeckt. Auf diese Art und Weise ist es den Kindern und Jugendlichen auf bewundernswerte Weise gelungen mit den Einschränkungen doch ganz gut zurecht zu kommen, obwohl einige Highlights wie das Sommerfest oder ein Zirkusprojekt abgesagt werden mussten und die Kontakte zu den Eltern und Freunden leider nur mit Einschränkungen stattfinden können.

Gleichzeitig hat die Zukunft in der Corona-Zeit Einzug gehalten. Erfreulicherweise wurde pünktlich zum Start des „home-schoolings“ das lang erwartete W-Lan Netz auf dem Gelände und in den Wohngruppen installiert und wird nun von den Kindern und Jugendlichen ausgiebig genutzt – natürlich nicht nur zum Lernen.

Das tapfere Durchhalten der Einschränkungen durch Corona wird erfreulicherweise durch wöchentliche Nervennahrung und eine ausgiebige Eisversorgung aus der besten Eisdiele Aachens belohnt.

In diesem Sinne sind in Maria im Tann alle optimistisch, auch weiterhin gut durch die Corona-Zeit zu kommen!

 

Frohe Ostern! – Ostern in der Corona-Krisenzeit in unserer Wohngruppe Haus 1

Mal eben mit der Gruppe und den Fahrrädern zum Elisenbrunnen ein Eis essen und dann jeden Spielplatz auf dem Rückweg bespielen, das ist zur Zeit nicht erlaubt.

Daher versuchen wir die schwierige Zeit abwechslungsreich zu gestalten und für kleine Abenteuer und neue Erlebnisse zu sorgen.

So nutzen wir die Gelegenheit den Wald,  der direkt um uns rum ist, zu Fuß und mit Fahrrädern näher kennen zu lernen.

Wir machen lange Spaziergänge, bauen Hütten, machen Kooperationsspiele und vieles mehr.

Neben vielen anderen tollen Dingen, haben wir diese Woche im Garten von Haus 1 eine neue Tafelwand gebaut. Alle haben fleißig und motiviert mit geschraubt, gesägt und mit der Wasserwage gemessen.

 

Jetzt ist wieder etwas mehr Platz für kreatives und kunterbuntes im Garten.

Wir wünschen allen Gesundheit, Geduld und trotz „Corona“  ein schönes Osterfest

Haus 1